Six secrets from the island of happiness

fiji

Ich bin eine semipermeable Membran. Schlechte Schwingen, Stress oder Angst spüre ich manchmal so intensiv, dass ich nichts anderes tun möchte, als mir die Deck über den Kopf zu ziehen. Dabei geht es noch nicht einmal vorrangig nur um meine Gefühle. Nein, ich adoptiere fremde Emotionen aus der Luft heraus, die mich dann manchmal überholen. Jeder neue Impuls ist ein Meteoritenschauer der Verarbeitung und manchmal wünschte ich mir, meine Antennen hätten eine Empfangsstörung. Dann wäre alles ruhig.

Das ist oft sehr anstrengend. Während meiner Reisen habe ich immer eine Möglichkeit gesucht das zu umgehen. Besonders die Fidschianer erschienen mir als Meister der Blaupause für ein glückliches Leben abseits des Gedankenstroms. Immerhin ist Fidschi 2014 und damit genau in dem Jahr, als ich dort vier Monate gelebt habe, laut der Win/Gallup End of the Year Survey offiziell das glücklichste Land der Welt gewesen. 93 % aller Fidschianer stimmten zu, dass sie entweder glücklich oder sogar sehr glücklich sind. 93 Prozent! Der weltweite Wert für eine durchschnittliche Glücksempfindung liegt bei gerade mal 70 Prozent.

Fidschi, dieses magische Fleckchen Erde im Südpazifik, hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Noch nie habe ich Menschen getroffen, die aus sich heraus so einen Optimismus ausstrahlen und viel Freude am Leben haben. Das Land ist bunt und die Seele der Menschen ist es auch.

Im Frühjahr diesen Jahres dann sollte ich bei „Business meets Yoga“ einen Vortrag über eben genau dieses glückliche Leben der Fidschianer halten und was wir davon lernen können. Im Zuge der Vorbereitung musste ich aber feststellen, dass das nicht funktioniert und auch für mich nie funktioniert hat. Gerade in den ersten Monaten nach meiner Rückkehr im Herbst 2014 hatte ich sehr damit zu kämpfen.

Ja, auf Fidschi ist es leicht jeden zu grüßen. Mehr noch, es ist eher unmöglich es nicht zu tun. Oder aber das Leben in einem langsameren Takt laufen zu lassen. Aber es ist verdammt schwer sich daran zu erinnern, wenn man in einer überfüllter U-Bahn selbst versucht mit dem oft so verteufelten Smartphone der unvermeidlichen Pseudo-Nähe aus dem Weg zu gehen.

In den ersten Monaten zurück in Deutschland war nicht mehr dort, aber auch nicht richtig hier. Gefangen in einem diffusen Zwischenland der Verwirrung. Genau diese Tatsache war es dann, die mich letztendlich zu meinem Vortrag inspiriert hat. Denn ist es nicht vielmehr die Kunst nicht einfach das fidschianische Denken zu kopieren, sondern eher die Impulse in mein westliches Leben hier zu integrieren?

Dafür habe ich mir sechs fidschianische Redewendungen vorgenommen und nicht nur von dem Umgang der Fidschianer und meinen Erfahrungen mit diesen vor Ort berichtet, sondern auch davon, wie ich nun seit zwei Jahren immer wieder versuche sie in meinen Alltag einzubauen. Aber wie das so oft mit guten Vorsätzen so ist: Man vergisst sie schneller, als den Grund man eigentlich grad schon wieder den Kühlschrank geöffnet hat.

Zum Glück gibt es da aber auch eine disziplinierte, sehr deutsche Seite in mir. Und die hat vor etwas anderthalb Monaten beschlossen, dass es an der Zeit ist, sich der Sache noch einmal etwas intensiver zu widmen. Also habe ich all diese sechs Redewendungen auf kleine Zettel geschrieben um jeden Monat eines zu ziehen und dann die kommenden Wochen bewusst unter dieses fidschianische Motto zu stellen und zu beobachten was passiert.

In den nächsten Monaten möchte ich die sechs Geheimnis von der Insel des Glücks und meine Erfahrungen mit ihnen hier mit euch teilen. Wer Lust hat macht mit und stellt seinen Monat auch unter ein Motto.

Wer sich erinnern möchte, hier geht es zu einigen Texten aus meiner Zeit auf Fidschi:

07/03/14 Go somewhere where happiness finds you 

01/05/14 Get connected 

02/05/14 Be thankful

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