08/10/15 Embrace otherness

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So Bali, da bin ich nun. Schon lange wollte ich dich persönlich kennenlernen, die ganzen Schwärmereien haben mich neugierig gemacht. Für viele mit denen ich gesprochen habe bist du jemand ganz Besonderes.

Aber was soll ich ganz ehrlich sagen… Andomoneviti// I love Fiji. Fidschi und ich, das war Liebe auf den ersten Blick und noch immer schwärme ich wehmütig von der Zeit und den Menschen dort. Vom ersten Moment an hat es einfach gefunkt, bereits am Flughafen hat es mich damals gepackt. Fidschi und seine Einwohner wären so präsent, so fröhlich und nie um einen Plausch verlegen. Wir waren wie Kinder, die man am ersten Schultag nebeneinander setzt und die von diesem Moment an beschließen für immer beste Freunde zu sein.

Mit dir hatte ich mir das auch so vorgestellt. Mich einfach neben dich setzen, losquatschen und schon sind wir Freunde fürs Leben. Der Anfang am Flughafen hat mir auf jede Fall schonmal Hoffnung gemacht, denn kann es nicht einfach nur ein gutes Zeichen sein, wenn selbst der Pilot des Flugzeugs mit seinem eigenen Surfboard einreist? Und dann musste ich feststellen, dass das nicht so einfach funktioniert. Der Taxifahrer wollte nicht so sehr mit mir reden wie ich mit ihm, nirgends lief liefen laut fröhliche Island-Remixe und dann musste ich auch noch feststellen, dass Hallo übersetzt einfach nur Halo heißt. Und das wo ich doch mehr als willig gewesen war von nun an fröhlich, auf indonesisch grüßend, durch die Straßen zu laufen. Das tat ich zwar auch, aber so richtig interessierte das niemanden. Ein paar Balinesen am Straßenrand nickten mir freundlich zu, aber wo blieb der Smalltalk, das Gekichere und das Witze machen?

Da saß ich also nun in diesem Land von dem alle so gewärmt hatten und fühlte mich etwas alleine bei dem Gedanken, dass es sich vielleicht einfach nicht so sehr für mich interessierte. Ich musste an meine beste Freundin Fidschi denken. Mit ihr hätte ich jetzt schon längst laut lachend zehn neue Vokabeln für den nächsten Smalltalk gelernt. Aber hier ist alles anders.

Und so sitzen wir nun nebeneinander und beobachten uns gegenseitig. Und je länger ich dich so angucke, liebes Bali, desto mehr wird mir klar, warum es zwischen uns nicht sofort gefunkt hat. Du bist nämlich ganz anders als ich. Du ruhst in dir, ich versuche mein Temperament im Zaum zu halten. Du willst schweigen, ich am liebsten die ganze Zeit reden. Du leuchtest von innen, ich strahle nach außen. Du beobachtest das Leben, ich bin von einer Neugier getrieben, die es mir schwer macht eben erstmal nur das zu tun.

Aber anders heißt ja nicht schlechter sondern eben erstmal nur anders. Eben wie zwei Kinder, die neu nebeneinander gesetzt wurden, müssen uns erstmal aneinander gewöhnen. Das mit uns ist vielleicht nicht Liebe auf den ersten Blick, aber hey, ich bin mir ganz sicher, dass wir, gerade wegen unser Gegensätzlichkeiten, trotzdem echt richtig gute Freunde werden können!

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