16/07/14 Read more

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Langes Reisen und schnelles Lesen sind eine schlechte Kombination. Zuhause lese ich im Schnitt drei Bücher gleichzeitig. Unterwegs ist das schwierig. Als Kind habe ich versucht dieses Problem zu umgehen indem ich mich vor den Sommerferien bevorratet habe. Meine beste Freundin, ich und ein Bollerwagen und die kommenden sechs Wochen waren für uns gerettet. Bücher waren für uns wie Freunde die immer Zeit zum Spielen hatte und über Nacht bleiben durften.

Letzten Herbst habe ich dann einen neuen Freund getroffen. Mein Kindle. Lange habe ich mich gegen das digitale Buch gesträubt. Ich mag den Geruch von Büchern. Die Haptik von Papier. Das Gefühl ein neues Buch anzufangen. Die unberührten Seiten aufschlagen und es nach und nach erobern. Sätze die mich berühren unterstreichen. Aus Versehen eine Mücke zwischen den Seiten zerdrücken. Und Unmengen Eselsohren machen.

Ich dachte ich bräuchte eine Weile um mich an meinen neuen Begleiter zu gewöhnen. Aber es war Liebe auf den ersten Blick. Seitdem sind wir unzertrennlich. Er ist immer für ein Abenteuer zu haben. Es macht nichts ob wir zuhause auf meinem Sofa liege, in eine Hütte in Fidschi oder in einem Campertrailer in Alaska. Das nächste Abenteuer ist immer nur eine Seite entfernt.

Gemeinsam sind wir Chris McCandless in die Wildnis Alaskas gefolgt, mit Katherine Hepburn für Dreharbeiten auf der African Queen durch den Kongo gereist, haben Gangster quer durch Europa gejagt und  Steven Jobs berüchtigte Wutausbrüche erlebt. Wir haben gelernt warum Kleider Leute machen, warum Gott lacht, was für eine Kraft die Gegenwart hat, warum es besser ist ein Löwe als ein Kamel zu sein und was das Pareto Prinzip ist.

Charles-Louis de Montesquieu sagte einmal „Gern lesen heißt, die einem in Leben zugeteilten Stunden der Langeweile gegen solche des Entzückens einzutauschen.“

Hier ein paar entzückende Momente der letzen Monate:

„Freiheit“
Osho

„Steve Jobs. Die autorisierte Biographie des Apple Gründers.“
Walter Isaacson

„Walden oder Leben in den Wäldern“
Henry David Thoreaux

„Das Wesen der Dinge und die Liebe“
Elisabeth Gilbert

„Eastern Body, Western Mind“
Andrea Judith

„So schön kann es im Himmel gar nicht sein“
Christoph Schlingensief

„Shantaram“
Gregory David Roberts

„Vagabonding: An Uncommon Guide to the Art of Long Term Traveling“
Rolf Potts

„Der Alchimist“
Paulo Coelho

„Machen, nicht denken!“
Richard Wiseman

„Alice im Wunderland“
Lewis Carroll

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