29/06/14 Iko Marau // I´m happy

… Hans erhält als Lohn für seine Arbeit einen kohlkopfgroßen Klumpen Gold. Diesen tauscht er eggen ein Pferd, das Pferd gegen eine Kuh, die Kuh gegen ein Schwein, das Schwein gegen eine Gans und die Gans gibt er für einen Schleifstein mitsamt einem einfachen Feldstein her. Zuletzt fallen ihm noch, als er trinken will die schweren Steine in einen Brunnen.

„So glücklich wie ich“, rief er aus „gibt es keine Mensch unter der Sonne. Mit leichter Hand und frei von aller Last ging er los bis er zuhause bei seiner Mutter angekommen war.

Hans im Glück

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„Das Leben im Dorf macht mich glücklich. Wir haben hier alles was wir brauchen. Es gibt immer frischen Fisch, Gemüse und Kasava. Manchmal fahre ich am Wochenende mit meiner Mutter und meiner Schwester nach Suva. Das bringt Spaß, aber ich freue mich jedes Mal wenn wir zurück kommen. Die Menschen genießen das Leben hier einfach mehr als das in Stadt. In der Stadt verbringen sie zuviel Zeit damit shoppen zu gehen. Hier gehen sie schwimmen.

Ich glaube wir Inselbewohner sind glücklicher, weil wir vom Ozean umgeben sind. Das Meer bietet uns was wir brauchen und beruhigt mich wenn ich mal traurig bin. Ich liebe es den Delfinen beim Spielen zuzugucken.“

Sala, 10


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„Wir Fidschianer sind glücklicher, weil es uns schwer fällt Wut oder andere schlechte Gefühle zu fühlen. Ein freundliches Verhalten lässt macht es viel schwieriger schlechte Gefühle aufkommen zu lassen. Das fängt schon damit an, dass wir jeden den wir treffen in die Augen gucken, anlächeln und ein fröhliches „Bula“ zurufen! Kein Fidschianer würde jemals an dir vorbeilaufen ohne dich zu grüßen.

Am glücklichsten bin ich wenn ich Speerfischen und im Meer schwimmen gehen kann. Das einzige was mich wirklich manchmal traurig macht, ist das Getratsche im Dorf. Wir leben hier alle sehr eng zusammen. Jeder kriegt alles mit und es gibt keine Geheimnisse. Aber wenn mir alles zuviel wird übernachte ich einfach bei Freunden im Nachbardorf und am nächsten Tag ist schon wieder jemand anders Thema.

Ich wache jeden Morgen auf und entscheide mich dafür glücklich zu sein. Denn auf glücklichen Morgen folgt auch meist ein glücklicher Tag.“

Roko, 17

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„Ich glaube, dass das Geheimnis in den Füßen und im Kopf liegt. Die Füße stehen für deine Wurzeln und im Gesicht solltest du immer ein Lächeln tragen. Denn je mehr du lachst, desto schöner bist du!

Eines Tages will ich selber eine Familie haben und meinen Kinder das Geheimnis des Glücks beibringen.“

Salote, 18


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„Ich glaube, du versuchst herauszufinden wie man glücklich sein lernen kann. Aber das kannst du nicht. Es ist in unserem Blut, in unseren Wurzeln. Das ist der Grund warum du Glück seltener in der Stadt findest. Ein Fidschianer weiß immer wo seine Wurzeln sind. Wenn man sich vorstellt, sagt man zum Beispiel nicht nur seinen Namen, sondern immer auch den Namen seines Heimatortes.

Im Dorf findet man noch die Gemeinschaft der Familien und Stämme. Niemand hat das Gefühl alleine zu sein, alle sind miteinander verbunden. Das ist auch der Grund warum wir Fidschianer unsere Kava Zeremonien lieben. Kava schmeckt scheußlich und aus deinem Blickwinkel mag das lange Ritual Zeitverschwendung sein, aber für uns ist es genauso wichtig jeden Tag genügend Zeit zum zusammen sitzen zu finden wie zum Arbeiten. Ich genieße es den Männern beim Singen und Gitarre spielen zuzuhören und ich tanze gerne mit den Anderen.

Ich arbeite für ein Projekt, dass Delfine vor der Küste zählt. Es macht mich glücklich meine Zeit auf und im Wasser zu verbringen. Wenn ich dann nach einem langen Tag auf dem Boot noch ein Stück kalte Wassermelone bekomme ist der Tag perfekt!“

Jim, 24


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„Wir Fidschianer nehmen uns selber einfach nicht so ernst. Wir lieben es Witze zu machen und herumzualbern. Deswegen habe ich soviel Freunde in meinem Beruf als Tauchlehrer. Ich genieße es sehr jeden Tag neue Leute zu treffen und mit ihnen herumzualbern.

Ich war vier Jahre mit einer Australiern verheiratet und habe in Sydney gelebt. Am Anfang fand ich es großartig, aber auf die Dauer hat das Leben mich dort hat nicht glücklich gemacht. Je mehr man hat, desto mehr will man. Jetzt lebe ich wieder auf Taveuni Island.

Ich habe viel weniger Besitz als zu meiner Zeit in Australien, aber das ist mir nicht wichtig. Ich bin glücklich wieder mit meinen Freunden und meiner Familie zusammen ein zu können. Das Leben wananavu (wunderbar)!“

Menasa, 28

 

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„Ich bin auf Waya Island geboren und arbeite seit Gründung des Resorts hier. Viele Gäste finden es lustig, dass ich keine keine bestimmte Aufgabe habe. Ich bin einfach nur da um mich mit den Gästen zu unterhalten, Billiard zu spielen oder euch zu begrüßen. Aber ist es nicht das worauf es ankommt? Das Leben genießen, Spaß haben und mit Anderen zusammen lachen?

Ich habe viel Zeit die Leute zu beobachten. Ihr Menschen aus dem Westen seid immer so beschäftigt. Selbst im Urlaub braucht ihr ständig Programm oder seid die ganzen Zeit an euren Handys.

Ich glaube wir sollten alle wieder mehr spielen und uns weniger Sorgen machen!“

Taivoli, 80

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