15/06/14 Be a YES Person

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Say yes and you will figure it out afterwards.
Tina Fey

Vier großartige Monate in Fidschi neigen sich dem Ende zu. In drei Wochen geht mein Flug nach Australien.

Mein Traum hat mich in den Pazifik geführt aber nun fühle ich mich wie ein Schiff auf falschem Kurs. Seit Beginn der Reise schiebe ich diesen letzten Abschnitt der Reise vor mir her. Australien ist für viele ein Traumland. Aber ich kann mit der Idee zusammen mit dem Working Holiday Visa in einem Pulk von feierwütigen Neunzehnjährigen die Ostküste hochzureisen einfach nicht anfreunden. Ich habe diesen Teil der Reise zuhause geplant, voller Angst und Unsicherheiten, aber jetzt fühlt es sich falsch an.

Ich unterhalte mich mit Julie, der amerikanischen Tauchlehrerin auf Taveuni. „Glaub mir“, sagt sie. „Ich habe jeden Tag unzählige junge Menschen auf dem Boot, die alle genau das exakt Gleiche machen. Eal ob es die Backpacker sind, die alle in Horden die „Lonely Planet“ Routen abreisen oder die Urlauber, die versuchen ihr Leben zuhause mit 14 Tagen durchgeplantem Jahresurlaub zu pimpen. Die Frage ist: Was willst du wirklich?“

Die ehrliche Antwort ist. Ich weiß zwar jede Menge Dinge die ich nicht will, aber es fällt mir schwer zu sagen was ich will.

„Das macht nichts“, sagt Julie. Immerhin kannst du damit schon eine Menge ausschließen. Sei positiv. Entspann dich. Lächle. Und dann vertraue auf die vielen kleinen Wunder die immer wieder aus dem Nichts auftauchen. Und dann sage Ja dazu. Ich glaube im Leben muss man einfach eine YES Person sein!“

Am Abend mache ich wie gewöhnlich in meinem Kalender Notizen über den Tag. Da fällt mir meine Bucket List ein. Ich habe sie letzten Dezember in das Adressbuch meines Kalenders geschrieben. Eine Bucket List ist eine persönliche Wunschliste aller Lebensträume oder auch „Dinge, die ich machen möchte bevor ich sterbe.“

Versunken lese ich die Liste. Vor einem Jahr hätte ich von vielen der Punkte nur träumen können. Sie schienen so weit weg, so unerreichbar. Und nun sitze ich hier in Fidschi und stelle mit Erstaunen fest wieviele Dinge ich im letzten halben Jahr schon erreicht habe. Das macht Mut.

Denn wenn ich etwas im letzten Jahr gelernt habe dann das:  Situationen lassen sich ändern. Wir haben alles selbst in der Hand.

Aber merkwürdiger Weise haben wir Menschen die Angewohnheit oft solange zu warten bis das Wasser in dem wir sitzen, unerträglich heiß wird, bevor wir es verlassen. Kaum zu glauben das aktive Resignation oft leichter scheint als etwas zu ändern.

Dabei ist es so einfach. Love it, leave it or change it. Das mag zwar Energie kosten, aber oftmals viel weniger als sich jahrelang über einen unannehmbaren Zustand zu beschweren.

Ich werfe nochmal einen kurzen Blick auf meine Bucket List. Hake ein paar weitere Punkte ab, füge ein paar neue hinzu. Und dann buche ich meinen Flug einfach auf Seattle um.

Sorry Australien. Aber es ist Zeit für einen Roadtrip nach Alaska!

Oh, YES!

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