05/03/14 Meet Graham

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Here´s to the crazy ones. The misfits. The rebels. The troublemakers. The ones who see things differently. While some may see them as the crazy ones we see genius. Because the people who ware crazy enough to think they can change the world are the ones who do.

Eines Tages betrat Graham während einer Reise alleine einen Irish Pub in Paris und rief laut in den Raum „Is there any english speaking around?!“ Innerhalb von 20 Sekunden hatte er sich so mit dem französischen Judomeister und seinen Freunden angefreundet. Kein Wunder. Graham ist eine Erscheinung. Ein Guru in Jeans. Ein tättowierter Miraculix mit weißen, dünnen Beinchen, einem Bierbauch und braungebrannten tättoowierten Armen der mit seiner 90jährigen Mutter in einem alten Wohnwagen zu einem Festival in den Süden reist.

Auf einmal ist er da, aufgetaucht aus dem Nirvana des Campingplatzes und fängt, angelehnt an eine Palme, an zu erzählen. Damals in Paris hat er zum ersten Mal von Chi Gong gehört. Der junge, athletische Judomeister wurde selbst von einem 94jährigen Chi Gong Meister auf die Matte gelegt. Seitdem ist Graham von der mehr als 4000 Jahre alten chinesischen Qi Gong Philosophie fasziniert.

Chi, so erklärt er, ist der pure Fluss der Energien durch den Körper. Unser Atem wir in einer Gegend des Körpers, dem „Dan Tien“ in Chi Energie umgewandelt. Dieses Chi wird dann durch den Körper geschickt. Wenn das Chi nicht richtig fließt, fühlt man sich krank, gestresst oder gerät aus der emotionalen Balance. Wenn das Chi aber im Fluss ist, kann man unbegrenzte Mengen an Chi speichern (und somit selbst französische Judomeister auf die Matte legen).

Die Deutschen sind immer so verbissen, stellt er fest.  Das sei nicht besonders gut für das Chi. Er hat lange als Guide gearbeitet und Motorradtouren durch das ganze Land organisiert. „Die Deutschen wollen schon bevor sie den Flughafen verlassen haben ihr Motorrad sehen. Dann muss ich ihnen erstmal langsam klar machen, dass ich keine Lust auf Hektik habe. Aber glaubt mir, am Ende fließt nicht nur das Chi, sondern auch die Tränen und die toughesten Biker liegen sich beim Abschied weinend in den Armen.“

Graham lebt die Chi Gong Philosophie in allen Bereichen seines Lebens. „Aber“, sagt er und nimmt sich einen Campingstuhl „Was immer auch geschieht, das Wichtigste ist, dass du immer 100% dazu bereit bist auch zu verlieren. Denn sei dir sicher , egal ob du gewinnst oder verlierst – Es besteht ein höherer Plan, der für das Beste wirkt, egal was auch immer geschehen mag. „

Der höheren Plan für diesen Nachmittag scheint eine Geschichte nach der Nächsten von Graham zu sein. Er erzählt von Zeremonien bei seinem Qi Gong Lehrer, spirituellen Vorträgen, Hormontänzen und von der abenteuerlichen Reise eines Freundes zu einem indianischen Heiler ins Death Valley. Es wird immer skurriler. Aliens kommen ins Spiel, unsichtbare Bodyguards und UFOS . „Ihr könnt jetzt denken: Was für ein alter verrückter Mann“, sagt er fröhlich. „Aber ich vertraue meinem Freund und deswegen glaube ich ihm!“

Graham und sein Chi surfen mit dieser Einstellung nur so durchs Leben. Warum unnötig Energie verschwenden und sich aufregen, wenn doch eh alles aus einem Grund passiert? Er vertraut mit ganzem Herzen. Seinem Freund genauso wie dem Fluss des Lebens.

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