26/02/14 Be a rainbow in someon else´s cloud

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Manukau ist ein Vorort von Auckland. Rund eine Stunde braucht man mit dem Bus nach Downtown. Manukau ist im Grunde keine richtiger Stadtteil sondern ein Gewerbegebiet. Es gibt ein All You Can Eat Restaurant, mehrere Tankstellen, eine Mall und unzählige Autohäuser. Manukaus Chancen jemals einen Eintrag im Lonely Planet zu bekommen sind gering. Die größte Sehenswürdigkeit ist ein Freizeitpark für Kinder. Kein Ort um dort mehr als einen Tankstopp einzulegen.

Wir wohnen nun mehreren Tagen hier. Es ist Hochsaison auf dem Campingplatz und die kleinen Boxen mit Betten sind fast alle ausgebucht. Die Diebe haben uns in Mitten des strahlenden Sonnenscheins ein paar Regenwolken beschert. Also ziehen wir jeden Tag je nach Verfügbarkeit mit unseren Plastiktüten um.  Die ersten Tage haben wir noch im Auto geschlafen, aber durch den gewaltsamen Einbruch hat mittlerweile auf die Elektronik der Seitentür den Geist aufgegeben. Die Vordertüren lassen sich nun nicht mehr abschließen, die Seitentür lässt sich nicht mehr öffnen.

Der Van hat uns ausgesperrt und verweigert uns bis auf weiteres die Einreise. Und so sind wir in dem kleinen Gewerbegebiet gestrandet und warten auf den Montag um eine von der Versicherung lizensierte Werkstatt zu finden, die Freigabe der Versicherung zu bekommen und das Auto so schnell wie möglich reparieren zu lassen. Unser Visum zur Weiterreise.

Aber nach Regen folgt bekanntlich Sonne und manchmal passiert das sogar gleichzeitig. Dann erscheint ein Regenbogen. Wikipedia sagt, „ein Regenbogen ist ein atmosphärisch-optisches Phänomen, das als kreisbogenförmiges farbiges Lichtband in einer von der Sonne beschienenen Regenwand oder -wolke wahrgenommen wird. Jeder der annähernd kugelförmigen Regentropfen bricht das Sonnenlicht beim Ein- und beim Austritt und reflektiert es innen an seiner Rückwand.“

Der Regenbogen in unserer Wolke heißt Dene Polglase. Dene und seine Frau Susan sind Besitzer der Werkstatt „Bakersfield Place Panelbeaters“, die Werkstatt die wir am Montag nach vielem Suchen endlich ausfindig machen können. Wie bei einem Regenbogen wird auch bei den Polglases jedes Problem bei Eintritt in seine Einzelteile gebrochen und dann in den schönsten Farben wieder neu zusammengesetzt.

Insbesondere Susan ist empört über den Einbruch, versucht alles um uns zu helfen und beschwört ihre Mann sich mit der Reparatur zu beeilen. Am liebsten würde sie gleich unsere ganzen Sachen bei sich zuhause einlagern. Wir können sie gerade noch bremsen als sie vorschlägt uns ihr privates Familienzelt auf dem Campingplatz vorbeizubringen.

Als wir schließlich den Van in der Werkstatt zurücklassen und zu Fuß aufbrechen um die halbe Stunde zurück zum Campingplatz zu wandern sehe ich den Freizeitpark. Er liegt genau gegenüber der „Bakersfield Place Panelbeaters“. Ich bleibe am Logo hängen und fange an zu grinsen. In allen Farben strahlt es mir der Name entgegen – „Rainbow´s End“.

Am Ende des Regenbogens ist eine Schüssel mit Gold versteckt, heißt es. Ich glaube wir haben sie gefunden.

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