07/02/14 Do a thing that scares you

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500 Meter über den Meeresspiegel. In den Bergen von Queenstown. Ein Abhang. Ein paar bunte Seile. Ein dicker Bayer im Geschirr hinter mir den ich seit einer halben Stunde kenne. Ach, und hatte ich erwähnt, dass ich Höhenangst habe?

Ängste sind Geschichten die wir uns selbst erzählen und mein Kopf ist ein Märchenbuch. Plötzlich aufziehende Tornados, sechs Karabiner die sich alle gleichzeitig öffnen, sturzbetrunkene Piloten. Alles schon passiert.

„Jetzt!“, brüllt Toni und rennt auf den Abhang zu. Ich renne nicht. Aber das ist egal, denn leider hänge ich im Geschirr vor ihm. Angeschnallt wie ein überdimensionales Baby.

Und auf einmal sind wir in der Luft. Gleiten durch den Himmel wie in einer riesengroßen Schaukel. Das ist nicht Queenstown, das ist München und unter uns sind die Wiesn. Der verrückte Bayer und ich haben eine Mords Gaudi. Pendeln hin und her, machen kleine Kunststücke. Ich quieke vor Vergnügen.

„Da unten wo der Smiley ist landen wir“, ruft Toni. 400 Meter unter mir sehe ich den Smiley. Er ist im Verhältnis zur Landschaft riesig und zwinkert mir zu.

Das Leben schrumpft oder weitet sich sich im Verhältnis zu deinem Mut. Ich schaue nach oben. Über mir bläht sich der riesige weiß-blaue Gleitschirm. Eine Hommage an Tonis Heimat. Die Häuser von Queenstown dagegen sind so groß wie Monopoly Figuren. Mein Mut hat sie geschrumpft.

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